Nantesbuch

Moosbrand
Literatur- und Musikfest
20. bis 22. September 2019

Herbert Brandl, Ohne Titel, 2003, Ol auf Leinwand, 130 x 175 cm

Ein Ort für die Begegnung mit Kunst und Natur. Das ist Nantesbuch. Im dritten Jahr findet Moosbrand dort im September 2019 statt. Zeit genug, um dieses Fest der Literatur und Musik als besonderes Ereignis im Voralpenland zu etablieren. Literatur- und Musikinteressierte kommen von nah und fern, um in der besonderen Atmosphäre des grün umstandenen Langen Hauses mit seinem Blick über die Moorlandschaften bis in die Berge den unmittelbaren Austausch mit Autoren, Schauspielern, Musikern, Philosophen und Wissenschaftlern zu suchen. 

Streifzüge durch die Zeit

Während im ersten Jahr die Lesungen, Gespräche und Konzerte um den Beginn allen Seins kreisten, im zweiten Jahr den Elementen freier Lauf gelassen wurde, steht in diesem dritten Jahr das Erleben der Zeit im Mittelpunkt.

Drei intensive Tage laden ein zu einer Reise durch die Nacht, in die Dämmerung und das Zwielicht des neuen Tages, der sich ins helle Sonnenlicht öffnet. Die Zeit gibt sich als ununterbrochene Abfolge des Jetzt. „Jedes Jetzt ist auch schon ein Soeben beziehungsweise Sofort“, so folgert Martin Heidegger aus Kants Kritik der reinen Vernunft über Gleichzeitigkeit, Ungleichzeitigkeit und die Aufeinanderfolge von Ereignissen. Welcher Moment bildet die Wirklichkeit ab? Immer nur der, der schon vergangen ist, auf den wir als etwas Erfahrenes schauen können? Rührt daher auch die Schwierigkeit der Menschen, ihrer Verantwortung für die Zukunft gerecht zu werden? 

Kunst wäscht den Staub des Alltags von unserer Seele

Pablo Picasso

Eine Reise durch die Nacht, ein Lob des Schattens und ein Gespür für Licht

Die Lesungen, Gespräche und Konzerte von Moosbrand handeln vom natürlichen Rhythmus des Tages, Jahres und des Lebens. Sie sprechen von Vergänglichkeit und Erinnerung, von Warten und Erneuerung. Der Fluss der Zeit ist ein Synonym für das Leben selbst, seinem Ursprung, der Quelle, von den Ufern, die vorüberziehen und von denen man auf die Wellen des Wassers blickt, und von der Mündung in das Meer. 

Von Licht und Schatten auf diesem gewundenen Weg sprechen Autoren wie Christoph Ransmayr, Juni’chiro Tanizaki, Marica Bodrožić und John Burnside. Große Texte wie Marlen Haushofers „Die Wand“ oder Vladimir Nabokovs „Erinnerung, sprich“ werden in abendfüllenden musikalisch-literarischen Lesungen inszeniert. Begonnen wird mit Lesungen und Musik von der Blauen Stunde bis zur Nachtwache und in den Tau des kommenden Morgens. 

Unter den Schauspielern und Musikern, welche die Literatur an diesen Tagen erlebbar machen, sind Marie Bäumer, Peter Brombacher, Martina Gedeck, Wolfram Koch, Axel Milberg, Angela Winkler, Hanns Zischler, Anja Lechner und das Klenke-Quartett. 

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von unserer Seele“, wusste Pablo Picasso. Die Literatur hebt alle zeitlichen und räumlichen Beschränkungen des Alltags und der Realität auf, stärkt die Einbildungskraft und erweitert das Denken und Wahrnehmen. Musik ist eine Zeitkunst, eine Kunst der Innerlichkeit und – der Stille. Moosbrand lädt dazu ein, sich Zeit, viel Zeit zu nehmen, um zu hören, zu sehen und zu lauschen.


Matthias Brandt und Simone Rubino bei Moosbrand 2018

Programm

Weitere Informationen und das detaillierte Programm für Moosbrand 2019 in Kürze an dieser Stelle.

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