Nantesbuch

Sinnliche Zugänge
Kunst und Natur

Markus Lüpertz' Daphne in der Natur Nantesbuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2018  Thomas Dashuber

Die Stiftung Nantesbuch bietet Räume und interdisziplinäre Programme für die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie Natur und Landschaft.

Sie möchte damit beitragen zu einer Gesellschaft, die im Einvernehmen mit ihren natürlichen und kulturellen Grundlagen lebt, und die, basierend auf Erkenntnis, mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt handelt. Kunst und Natur geben entscheidende Impulse für die Gestaltung einer solchen Gesellschaft.

Die Kernaufgabe der Stiftung Nantesbuch besteht darin, Menschen die sinnliche Auseinandersetzung mit diesen zentralen Faktoren menschlichen Seins, Kunst und Natur, zu ermöglichen und damit zu inspirieren und zu aktivieren – Menschen, die sie stets als initiative und selbstverantwortliche Individuen versteht.

Als Kultureinrichtung handelt die Stiftung Nantesbuch an zwei Orten:

Im Herzen des bayerischen Voralpenlandes liegt Nantesbuch in einer weitläufigen Wald-, Wiesen- und Moor-Landschaft. Die Stiftung Nan-tesbuch entwickelt hier in einem langfristigen Prozess ein ca. 320ha großes Gelände mit umfassenden Maßnahmen in Renaturierung, Landschaftspflege, Waldumbau sowie extensiver Land- und Forst-wirtschaft. Das im Süden des Gebiets gelegene Lange Haus ist als Veranstaltungsort Ausgangspunkt für ein vielfältiges Kultur- und Vermittlungs-Programm mit regionalem und überregionalem Fokus. In der weiteren Entwicklung wird im Zentrum des Geländes ein ganzer Campus der vertieften Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst, Natur und Landschaft entstehen.

In Bad Homburg inmitten der Kulturregion Rhein-Main bietet die Stiftung Nantesbuch mit dem Museum Sinclair-Haus einen Ausstellungsort für zeitgenössische internationale Kunst. Wechselnde Einzel- und Themenausstellungen werden begleitet von einem umfassenden interdisziplinären Veranstaltungsprogramm. Das hauseigene Atelier und der angrenzende Schlosspark bieten weitere Räume für künstlerische Auseinandersetzungen.

Um über ihre Handlungsorte hinaus gesellschaftlich wirksam zu werden, arbeitet die Stiftung Nantesbuch intensiv in Kooperationen und Netzwerken mit überregionalen Partnern und Kulturinstitutionen.

Die Stiftung Nantesbuch ist eine Gründung der Unternehmerin Susanne Klatten aus dem Jahr 2012.

Warhafftig steckt die Kunst inn der natur,
wer sie heraus kann reyssen, der hat sie.

Albrecht Dürer

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Naturlandschaft Nantesbuch
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Herbert Brandl – Ohne Titel, 2013 , Öl auf Leinwand, Firnis, 200 x 400 cm
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Kindergarten Kunst und Natur  Franz Kimmel
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José María Sicila, aus dem Zyklus Sanlucár de Barrameda, 2002, VG Bild-Kunst, Bonn 2017
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Von den Bienen entsprechend ihrem natürlichen Bautrieb selbst errichtete Waben ohne Wabenbauhilfe
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Heribert C. Ottersbach – o.T. (Moberly Lake V), 2006, Gouache auf Bütten, 77,6 x 109,8 cm, VG Bild-Kunst, Bonn 2020
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Herbstimpression Naturlandschaft Nantesbuch  Elias Hassos
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Winterimpression Naturlandschaft Nantesbuch  Elias Hassos
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Auerochsen im Schnee  Walter Frisch
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Walter Moroder, Grundstein für das Langes Haus, 2015, Bronze und Nagelflu  Elias Hassos
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Herbstimpression Naturlandschaft Nantesbuch  Elias Hassos
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Joan Hernández Pijuan, Diptic Ocre, 2004, Öl auf Leinwand, 162 x 290 cm
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Nach der Mahd  Klaus Leidoff
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Naturlandschaft Nantesbuch  Franz Kimmel
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Kunst

Die Auseinandersetzung mit Kunst ist ein wesentliches Anliegen der Stiftung Nantesbuch. Ihr interdisziplinäres Kunstverständnis bezieht Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater, Literatur und Film ein. Kunst und Natur sind in Nantesbuch dialogisch miteinander verbunden. Die Kunst wirkt als Mittler und Störer, sie macht sichtbar, weitet den Blick, verdeutlicht Zusammenhänge – stiftet Sinn.

Mit der weiteren Entwicklung des Geländes soll in Nantesbuch zeitgenössische Kunst für den Besucher zugänglich werden. Als Kunstort will Nantesbuch im Laufe der Jahre eine neue Facette zeitgenössischer künstlerischer Ansätze in der reichen Museen-Landschaft zwischen München und dem Alpenrand öffnen.

Mit rund 600 Werken verfügt die Stiftung Nantesbuch auch über eine umfängliche Sammlung zeitgenössischer Kunst. „Die Kunstwerke der Sammlung der Stiftung Nantesbuch haben einen thematischen Bezug zur Natur. ‚Natur’ im weiten, Kreatur und Schöpfung, Mikrokosmos und Makrokosmos umfassenden Sinne. Denn bereits seit den ersten künstlerischen Zeugnissen des Menschen bis ins 21. Jahrhundert spielt das Naturmotiv eine zentrale Rolle. Stets geht es dabei um aktuelle ökologische Fragestellungen und schließlich um die Suche nach Antworten auf Fragen nach dem menschlichen Dasein und die Stellung des Menschen in der Welt.“ (Geschäftsführerin Dr. Andrea Firmenich)

Natur und Kunst sind zwei verschiedene Dinge; sie können nicht das gleiche sein. Durch, die Kunst drücken wir unsere Auffassung von dem aus, was die Natur nicht ist.

Pablo Picasso, 1923

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Natur

Die Auseinandersetzung mit dem Dasein und der Kraft der Natur ist ein weiteres zentrales Ziel der Stiftung Nantesbuch. Sie will der Natur Raum lassen und Momente ermöglichen, in denen sich der Mensch als Teil des „nicht vom Menschen Geschaffenen“ versteht.

In Nantesbuch, einer einzigartigen, von Wald umstandenen Wiesen- und Moorlandschaft im bayerischen Voralpenland, ist dies auf besondere Weise möglich: Hier berührt die Natur den Menschen unmittelbar und fordert dazu auf, sich auf sie mit allen Sinnen und wachem Verstand einzulassen. Natürliche Formen, Farben und Proportionen werden den Besuchern in Nantesbuch ebenso erlebbar werden wie Substanz, Macht und Vielfalt der Natur.

Die Stiftung Nantesbuch versteht es als ihre Aufgabe, die Einzigartigkeit dieser Landschaft zu erhalten und zu verstärken. Dazu dienen nachhaltige landschaftspflegerische Aktivitäten und Renaturierungsmaßnahmen.

"Natur berührt, ihre Erscheinungen und Wechselwirkungen faszinieren. Ihr Wesen beschäftigt den Menschen seit jeher. Prinzipien, Vielfalt und Perfektion der Natur sind kaum zu erfassen - die Annäherung gleicht einer interdisziplinären Expedition in ein Niemandsland zwischen den Grenzen von Kunst, Philosophie, Wissenschaft und Glauben. Diese Expedition will die Stiftung Nantesbuch unternehmen, denn die Kräfte, die das menschliche Leben und seine Werte bestimmen, haben hier ihre Wurzeln." (Geschäftsführer Dr. Konstantin Reetz)