Nantesbuch

Auswildern - Neue Ideen aus Kunst und Natur für die Bildung

Auswildern © Thomas Dashuber

Zum ersten Mal lud die Stiftung Nantesbuch vom 4. bis 6. März 2020 zu einem Fachsymposium für Bildungskräfte ein. „Auswildern“ war der Titel dieses Vernetzungstreffens, das die besonderen Möglichkeiten, welche die Erfahrungsräume Kunst und Natur bieten, in den Mittelpunkt stellte: Die Sensibilisierung für die großen Umweltthemen unserer Zeit spielten dabei genauso eine Rolle, wie der schöpferisch-gestalterische Umgang mit ihnen. Auswildern bezeichnet üblicherweise den Prozess, kultivierte Pflanzen oder Tiere aus menschlicher Obhut langsam in ein Leben in der freien und wilden Natur zu überführen. Beim Fachsymposium „Auswildern“ wurden nicht Tiere und Pflanzen, sondern Ideen und Konzepte ausgewildert – also von der Theorie in die Praxis überführt oder auf ihre Überlebensfähigkeit in neuen und veränderten Zusammenhängen überprüft.

Fachkräfte aus Theorie und Praxis, die ihre Arbeit in der Bildung mit einem besonderen Bezug zu Kunst oder Natur verbinden, waren ins idyllisch gelegene Lange Haus im bayerischen Alpenvorland eingeladen. Es galt, eigene Ansätze vorzustellen, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen und sie in andere Kontexte zu verpflanzen. Innovative Beiträge aus der kulturellen Bildung stießen so beispielsweise auf Methoden aus der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Dieser interdisziplinäre Austausch soll helfen, voneinander zu lernen und neue gemeinsame Handlungsfelder zu erschließen.

Auswildern - Ein filmischer Beitrag

Der filmische Beitrag von Julia Benkert zum Symposium Auswildern geht der Frage nach: Welchen Wert haben Kunst und Natur für die Gestaltung einer Gesellschaft von morgen? Mit Eindrücken und Beiträgen vom Fachsymposium.

Programmübersicht

Am Eröffnungsabend sprach die Kuratorin und Publizistin Adrienne Goehler mit Dilan Aytac, Programmleiterin der youBox in der Stiftung Bildung über Zukunft und die Kunst des guten Lebens. In den Workshops und Gesprächsrunden des zweiten Tages kamen unter anderem Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiß von der Bundesakademie Kulturelle Bildung, Marion Loewenfeld von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung ANU Bayern e.V. und Karola Braun-Wanke vom Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin zu Wort. Ein Marktplatz der Ideen bat dann reichlich Gelegenheit zur gegenseitigen Vernetzung. Der dritte Tag begann mit einem Vortrag von Ernst Wagner von der Akademie der Bildenden Künste, München, in dem internationale Projekte an der Schnittstelle von Kultur und Nachhaltigkeit vorgestellt wurden, um dann in ein großes Podiumsgespräch über die Rolle von Kunst und Natur für die Gestaltung einer Gesellschaft von morgen zu münden. Zu Wort kamen dann Birgit Huber vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Ingo Krüger von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern sowie geschäftsführender Vorstand der Bayerischen Sparkassenstiftung, Jakob Brunner, Schüler und Lukas von Andrian von Fridays for Future Bad Tölz. Moderation: Wanda Wieczorek

Eine Ausstellung mit Interventionen und Installationen von Studierenden der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg unter der Leitung von Prof. Cony Theis begleitete das Symposium.

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Künste, Natur, Nachhaltigkeit - Themendossier in Kooperation mit Kulturelle Bildung Online

Im März 2020 widmete sich die Stiftung Nantesbuch drei Tage lang einem Fachsymposium für Bildungskräfte. In Kooperation mit der Wissensplattform "Kulturelle Bildung Online" entstehen seit der Veranstaltung kontinuierlich neue Texte zum Themenfeld "Kunst, Kultur und Natur in der Bildung", die wir Ihnen hier gerne vorstellen möchten.


Auswildern - Präsentationen und Filmabschnitte

  • Positionspapier BUND und Deutscher Kulturrat zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und "Heimat und Nachhaltigkeit" Ein gemeinsames Projekt vom Deutschen Kulturrat und BUND e.V.

Internationale Perspektiven - Kultur. Bildung. Natur. Nachhaltigkeit

Vortrag von Prof. Dr. Ernst Wagner, Akademie der Bildenden Künste München

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